
Tomaten können erst nach den letzten Nachtfrösten, also nach den Eisheiligen (Mitte-Ende Mai)
ausgepflanzt werden. Um dann kräftige Pflanzen zu haben, beginne ich mit der Aussaat Anfang-Mitte März.
Der Samen wird in Schalen oder Töpfe mit guter Aussaaterde, die leicht feucht ist, gestreut und dünn mit
Aussaaterde bedeckt. Jetzt die Gefäße warm stellen (20-24°C), eventuell eine Plastiktüte überstülpen.
Tomaten keimen schnell. Je nach Temperatur erscheinen die Keimlinge nach 4-10 Tagen.
Sobald die Keimlinge da sind, die Abdeckung entfernen, kühler und hell stellen. Den Boden nur leicht
feucht halten! Lieber etwas zu trocken als zu nass. Bei zu viel Nässe verfaulen die feinen Wurzeln schnell.
Wenn sich außer dem Keimblatt ein weiteres Blattpaar entwickelt hat, werden die Pflänzchen pikiert und in
kleine Töpfchen gesetzt. Sorgfältig die feinen Wurzeln entwirren, damit nicht zuviel abreißt. Vorsichtig angießen.
Ich fülle die Töpfchen erst mal nur halb mit Erde, bis die Pflänzchen gut angewachsen sind und fülle später den Rest
mit Erde auf.
Die Pflänzchen weiter sehr hell und kühl stellen. Wenn die Temperatur über 10°C ist, können die kleinen Pflänzchen
unter Aufsicht zur Abhärtung nach draußen. Falls das nicht möglich ist, streichen Sie mit der Hand täglich über die
kleinen Pflänzchen um einen kompakten Wuchs zu fördern. Ich habe auch schon mal einen Ventilator davor gestellt,
damit die Pflänzchen etwas bewegt und dadurch kräftiger werden.
Solange die Pflänzchen klein sind, nur ganz vorsichtig gießen! Lieber etwas trockener halten, dann wird die Pflanze
gezwungen möglichst viele Wurzeln zu bilden.
Wenn die Pflanze später größer wird, wird es schon schwieriger, den kleinen Wurzelballen immer feucht zu halten,
da über die jetzt große Blattoberfläche viel Feuchtigkeit verdunstet.
Mitte bis Ende Mai können die Pflanzen dann endlich nach draußen. Einen möglichst sonnigen Platz wählen und
wenn es geht, am besten an einen Platz, der von oben trocken ist! Aber bitte keine Tomatenhauben. Darunter
schwitzen die Pflanzen nur, die Blätter sind ständig feucht, können nicht richtig abtrocknen und werden krank.
Die Pflanzen werden etwas tiefer oder schräg in das vorbereitete Pflanzloch gesetzt. Dadurch können sich am Stamm
weitere Wurzeln bilden. Um die Pflanze besser gießen zu können, den Topf seitlich neben die Pflanze in die Erde
setzen, damit das Wasser direkt in den Wurzelbereich kommt.
Aber auch hier gilt, nicht zu viel Wasser und vor allen Dingen nicht oberflächlich gießen. Besser Pflanze erst mal
trocken halten, damit sie auf der Suche nach Wasser und Nährstoffen ein möglichst großes Wurzelwerk und das möglichst
tief ausbildet, so dass sie später in der Lage ist viele Tomaten zu versorgen.